GRUNDSÄTZLICHES zur Konfiguration


Bitte beachten Sie diesen Hinweis:

Nach jeder Neukonfiguration oder Änderung sollten Sie einen Reset der Anlage durchführen (Netztrennung oder bevorzugt über Telefonbefehl #*9999#). Führen Sie diesen Reset jedoch frühestens eine Minuten nach dem Einspielen der Konfiguration durch!
Diese Wartepause ist notwendig, damit die neuen Einstellungen alle permanent im EEPROM der Anlage gespeichert werden können. Führen Sie den Reset vorher aus, dann sind u. U. nicht alle Einstellungen gesichert und das Ergebnis nicht vorhersagbar!
Bei größeren Änderungen danach die Konfiguration nochmals in die Anlage übertragen.

Darüber hinaus sollten Sie die Anlage frühestens 30 Sekunden nach dem Reset an einem der seriellen Ports vom PC aus ansprechen.


Übersicht:

  1. Fragen zur Konfiguration über Telefon
  2. Fragen zur Konfiguration über PC
  3. Fernwartung
  4. Fragen zur Konfiguration über Mac
  5. Einrichten der Vernetzung

1. Fragen zur Konfiguration über Telefon

Sollte es nicht anders möglich sein, so sollten Sie dafür wenigstens ein Telefon mit Display und Lauthöreinrichtung verwenden. Schreiben Sie sich auf was Sie konfigurieren wollen oder, besser noch, machen Sie sich Einträge in die Anleitung und gehen Sie Schritt für Schritt vor.

Nach der Installation der Anlage und bei den ersten "Gehversuchen" hör ich an den Telefonen nur das Zeichen für "negativen Quittungston". Was nun?

Damit versucht die Anlage zu signalisieren, daß ihr der angeschlossene Telefontyp (MFV oder IWV) unbekannt ist. Wählen Sie eine "9" um ihr zu zeigen ob Sie Impulswahl oder Tonwahl verwenden. Danach sollte alles OK sein.

Die Aktivierung der Gebührenauswertung auf PC (#*721..#) ist bei mir nicht möglich. Woran liegt es?

Mit dem geladenen TSR-Programm EURACOM "spielt" ein am Druckerport angeschlossener PC den Drucker bzw. übersetzt von seriell auf parallel für den Ausdruck auf einem parallelen Drucker. Auf die Implementierung der PC-Ausgabe wurde dadurch verzichtet. Sie müssen jedoch die Ausgabe auf Drucker aktivieren wenn Sie Daten am PC empfangen wollen!

Die Deaktivierung der Gebührenauswertung auf PC (#*720..#) ist bei mir nicht möglich. Woran liegt es?

Diese Funktion ist nicht implementiert (s. oben).

Muß ich jedem Port eine interne Rufnummer zuordnen, obwohl ich das/die Port(s) nicht benutze?

Generell sollte jedem Port eine Rufnummer zugeordnet sein. Zumindest in F/W-Version 1.06 hat es bei der Anzeige der Teilnehmerdaten Probleme gegeben wenn ein Port nicht vergeben war.

Kann ich die Konfiguration eigentlich direkt auf einen am seriellen Port angeschlossenen Drucker ausgeben?

Man kann - ist aber nicht dokumentiert. Die Telefonbefehle #*0071, #*0072 und #*0073 bewirken einen Ausdruck der Anlagenkonfiguration. Der Befehl #*0074 gibt Aufschluß über die Teilnehmerdaten. Hinweis: Mit dem TSR-Programm zur Gebührenauswertung kann man die Daten auch auf einen parallelen Drucker umleiten.


2. Fragen zur Konfiguration über PC

Der PC-Konfigurator der Version 3D10, 4D02 und 5D00 wurde von mir unter folgenden Microsoft Windows Betriebssystemen erfolgreich getestet:

Lediglich CTI konnte unter Windows 7 noch nicht (wieder) eingesetzt werden, da sich der entsprechende Treiber nicht installieren lässt. Sollte jemand damit Erfolg haben, würde ich mich sehr über einen entsprechenden Beitrag freuen.

Ich habe alles konfiguriert, mein Anschluß ist aber nicht erreichbar. Was habe ich übersehen?

Sehen Sie doch mal nach ob Sie Ihre Vorwahl mit der Ortsausscheidungskennziffer (0) eingegeben haben. Diese führende Null gehört nicht zur Vorwahl. Somit dürfen Sie sie auch nicht mit eingeben.

In den technischen Daten zur Anlage wird die Reichweite der Drucker-/PC-Schnittstelle mit 3m angegeben. Was passiert wenn ich das Kabel länger machen muß?

Normalerweise ist eine RS-232 für eine Kabellänge von 50 feet (= 15 m) spezifiziert. Ist die Schnittstell korrekt ausgelegt funktioniert das auch - immer vorausgesetzt das Kabel ist auch korrekt aufgebaut (verdrill, geschirmt). Versuche haben ergeben, daß selbst bei einer Kabellänge von 25 m keine Probleme mit der Übertragung von und zur EURACOM auftraten. Sollten Sie dennoch Probleme haben, kann dies auch von unterschiedlichen Erdungspunkten zwischen PC (Schutzkontakt-Erde) und Anlage (Fernmelde-Erde) kommen. Achten Sie darauf zwischen den beiden Punkten möglichst wenig Potential zu haben (fragen Sie aber bitte nicht wie :-)).

Die Euracom im LAN

Mit einem Adapter kann man die Euracom auch über Ethernet ansprechbar machen und von allen Rechnern im Netz über TCP/IP darauf zugreifen. Sowohl zur Konfiguration als auch zur Gebührenauswertung (CTI noch nicht getestet). Das eröffnet auch ganz neue Möglichkeiten zur Fernwartung und stellt auch eine Lösung für die dar, die mit der seriellen Schnittstelle Probleme haben.

Es gibt eine ganze Reihe von solchen Adaptern, die mit Hilfe eines Treibers dem Rechner einen zusätzlichen COM-Port vorspielen und so dem Programm ohne Änderungen den Zugriff über das Ethernet auf die Anlage ermöglichen. Die tatsächliche Kommunikation verläuft dann dabei aber über das Netzwerk (IP) und schließlich zum Adapter, der dann die Signale wieder auf RS-232 umsetzt und mit der Anlage kommuniziert.
Da solche Adapter aber nicht ganz billig sind (im Handel ab rund € 180,- zu haben) ist ein erfolgloser Versuch in jedem Fall ärgerlich. Ein Bauvorschlag aus der Zeitschrift c't Heft 13/2004 auf Seite 200 ff hat mich jedoch ermutigt ein paar Versuche mit so was zu machen. Der Titel des Artikels lautet "Brücken bauen". Wobei der Untertitel wie immer mehr her gibt: "Umsetzer von Ethernet zu RS-232 im Eigenbau".
In diesem Artikel findet man eine genau Beschreibung der Schaltung und Hintergründe zu diesem Bauvorschlag. Was uns dann noch besonders entgegen kommt: Es gibt einen Bausatz zu diesem Adapter, den die Berliner Firma Segor vertreibt. Software und mehr zum Kernstück des Adapters, dem XPort, finden sich beim Hersteller Lantronix.
Foto der Platine XPort LED's
Fertig aufgebaute Platine mit dem XPort nach dem Bauvorschlag aus der Zeitschrift c't LED-Reihe auf der Platine

Bei korrekter Konfiguration ist die LED "RTS" und "CTS" aus. "Rx" und "Tx" flackern u.U. bei Kommunikation. CP2 spielt keine Rolle (freier Port).


Der Bausatz ohne Gehäuse und ohne Netzteil ist bei Segor schon für rund € 83,- erhältlich. Leider ist die Buchse an der Baugruppe nicht für die Euracom direkt passend (DTE-Belegung und damit kommt Rx auf Rx und Tx auf Tx), was ein Null-Modem-Kabel und ein paar Adapter (gender changer) notwendig macht um zwischen Buchse und Buchse zu vermitteln. Aber auch diese Kleinteile sind preiswert bei Segor zu bekommen und werden teilweise gleich zum Bausatz mit angeboten. Wer den Umbau nicht scheut, kann die Änderungen auch gleich auf der Platine vornehmen. Jumper sind dafür leider nicht vorgesehen.
Leider ist für die beiden Spannungsregler kein Kühlkörper vorgesehen und so sollte man eine Spannung über 7,5V aber nicht über 10V zur Versorgung nehmen oder beim Aufbau einen Kühlkörper berücksichtigen.
Hat man die Schaltung erfolgreich in Betrieb genommen und ein paar passende Einstellungen berücksichtigt, dann spielt das System recht ordentlich und löst mit COM-Port 3 oder 4 sogar Probleme mit Notebooks, die sich oft recht ungern mit der Euracom unterhalten oder einfach über keine serielle Schnittstelle mehr verfügen (hierfür gibt es aber auch USB-Adapter, die USB auf seriell umsetzen (s. weiter unten)). Für den direkten Anschluß des XPort-Module an die Netzwerkbuchse eines PC/Notebooks ist ein Crossover-Kabel notwendig - wie immer in so einem Fall. In der Regel sucht das Modul Verbindung mit einem Switch oder Hub und dann ist es mit einem einfachen Netzwerkkabel kein Problem.

Die Euracom im Netzwerk
Die Euracom über Ethernet im LAN angebunden und von allen Rechnern zu erreichen

Da die Einstellung des Gerätes und aller Komponenten nicht ganz einfach war, habe ich hier mal zusammengestellt was man tun muß um über den XPort mit der Euracom plaudern zu können.

Versuche mit käuflichen Geräten und ein interessantes Angebot haben mich zu einer weiteren und fertigen Lösung von der Firma Lantronix geführt. Die einfachste Lösung die angeboten wird, stellt dabei der "External Device Server" MSS100 oder der Typ MSS1-T mit einer seriellen Schnittstelle dar.
Beide sind über Ethernet angebunden, und stellen auf dem oder den Rechnern die darauf zugreifen wollen per Treiber einen virtuellen COM-Port zur Verfügung, schickt die Daten im TCP/IP und setzt dies alles wieder um auf die serielle Schnittstelle.

MSS100

Wie sich so ein Gerät für die Euracom passend konfigurieren lässt, findet sich natürlich auch hier. Und zwar für den MSS100 und für den Typ MSS1-T. Updates und Dokumentation zum Gerät als auch zur Software stehen bei Lantronix zur Verfügung.
Ein vergleichbares Gerät gibt es auch von der Firma EXSYS unter der Bezeichnung EX-6030 - auch hierfür eine kurze Anleitung.

Lantronix MSS100
Jetzt wieder verfügbar: Die Geräte von EXSYS (EX-6030) im Shop erhältlich! Auf Wunsch auch vorkonfiguriert für die Euracom.
Noch eine weitere Lösung, die ich hier nur kurz ansprechen möchte:
Findet sich neben der Euracom ein Rechner (PC1), auf dem ein POSIX läuft (Linux/BSD/UNIX-like OSes), dann kann man auf dem das Programm "ser2net" installieren.
Dafür ist der folgende Konfig-String notwendig:
3001:raw:600:/dev/ttyS7:9600 8DATABITS NONE 1STOPBIT remctl
Auf PC2, der über LAN mit PC1 verbunden ist, läuft HW Virtual Serial Port, der den PC-Programmen für die Anlage den COM-Port emuliert. Läuft perfekt unter XP - für W7 sollte man die Version 3 einsetzen. In den Einstellungen zum Virtual Port ist der "IVT" Filter für den Einsatz mit der Euracom noch zu deaktivieren.

Kommunikationsprobleme seriell

Ein Problem scheint immer wieder aufzutreten: Kommunikationsprobleme über die serielle Schnittstelle (RS-232) zwischen Anlage und PC. Und leider kommen da viele Faktoren zusammen, die einem da das Leben schwer machen (können):
  1. Verwenden Sie nur ein 1:1 Kabel mit einer möglichst vollständigen Belegung aller für die serielle Schnittstelle relevanten Signale.
  2. Vermeiden Sie Adapter von 9 auf 25 polige Stecker. In einigen Adaptern werden nicht alle Signale "übersetzt".
  3. Achten Sie darauf den richtigen COM-Port im Konfigurationsprogramm eingestellt zu haben.
  4. Achten Sie darauf den für Ihre Anlage richtigen COM-Port an der Anlage ausgewählt zu haben. Leider ändert er sich mit der Version der Firmware und per Konfiguration kann man ihn auch noch wechseln - also probieren. Es gibt ja nur zwei.
  5. Achten Sie darauf, dass auf Ihrem Rechner kein anderes Programm den ausgewählten COM-Port verwendet. Das kann auch ein Hintergrund-Task sein. Beenden Sie versuchsweise alle fraglichen Programme und Tasks. Speziell bei XP... Mit einem kleinen Programm kann man das auch prüfen. Freeware: commchk 1.0. Ein Hinweis auf einen Fehler mit dem COM-Port ist auch die Meldung "Fehler beim Starten des Schnittstellendienstes". Entweder ein anderes Programm blockiert den COM-Port oder der konfigurierte COM-Port existiert garnicht. Ggf.den Rechner neu starten, es könnte sich auch ein Treiber "aufgehängt" haben.
  6. Starten Sie den alten DOS-Konfigurator nicht in einem DOS-Fenster unter Windows, sondern wechseln Sie in den DOS-Modus.
  7. Beenden Sie alle Hintergrundprogramme die eine hohe Auslastung des Rechners bewirken oder sogar die serielle Schnittstelle blockieren.
  8. Kommt die Kommunikation zur Anlage nicht gleich zustande, beenden Sie das Konfigurationsprogramm und starten Sie es für einen neuen Versuch neu.
  9. Hilft alles nichts, dann starten Sie auch den PC neu (neu booten).
  10. Nicht auszuschließen ist auch ein Defekt der Anlage oder sogar ein Defekt am Rechner. Hier hilft nur eine fachgerechte Überprüfung. Zur Not kann man schon mit einem Multimeter ein paar Messungen machen:
    Spannungsmessung gegenüber der Fernmeldeerde bzw. Pin 5 der 9-poligen Buchsen
    Pin 2 (Receive Data) : -9V
    Pin 8 (Clear to Send): +9V
    Sind die Spannungen - absolut gesehen - deutlich kleiner ist was faul.
    Und für die ganz Hartgesottenen gehen wir mal hier mit dem Oszi in's Detail
  11. Bei einigen Notebooks kommt es gelegentlich auch zu Problemen. Versuchen Sie es gegebenfalls mit einem anderen Rechner. Warum kann ich nicht erklären. Das heraus zu finden, daran arbeite ich noch. In einigen Fällen konnte ich feststellen, dass das Signal CTS nicht korrekt bedient wird (ggf. prüfen). Kann man sogar mit einem Multimeter feststellen. Es muss sich zu Beginn der Kommunikation ändern und ein paar Sekunden nach dem "Abbruch" wieder zurück gehen. Bleibt es statisch, dann sieht's schon duster aus. In diesem Fall erfolgt keine Kommunikation mit hardware handshake über RTS/CTS.
  12. Stellen Sie sicher, dass Sie eine Version des Konfigurators verwenden der zur Version der Anlage paßt. Sie können keine Anlage mit der Version 1.11 mit dem Konfigurator für die Version 4D02 ansprechen.
  13. Alte Versionen mit 1.xx sind zwingend darauf angewiesen nur mit dem Konfigurator zu kommunizieren, der auch zum "Hersteller" der Anlage paßt. Es ist also nicht möglich eine Maxima IS-x mit dem Konfigurator der Euracom oder einer Alcatel ISDN-200x zu konfigurieren. In solchen Fällen müssen Sie zum passenden Konfigurator greifen der mitgeliefert wurde oder Sie tauschen den Chip mit der Firmware in einen für den Sie einen Konfigurator besitzen oder noch finden. Gegebenfalls führen Sie auch einen Update durch, für den Sie passende Software bekommen.
  14. Ist in Ihrer Konfiguration ein (stiller) Alarm aktiv und bei der Konfiguration ist der entsprechende Kontakt (an S1 + S1') offen? Dann löst die Anlage sofort den Alarm aus und dabei ist auch der Zugriff auf die Anlage blockiert.

Generelles

Für alle die keinen oder keinen freien seriellen Anschluß mehr an ihrem Rechner besitzen oder dessen COM-Port nicht mit der Euracom reden möchte, könnte diese Lösung eine schnelle und preisgünstige Alternative darstellen.
Der mitgelieferte Treiber arbeitet mit allen gängigen Windows-Betriebsystemen zusammen und wurde von mir mit der Euracom unter Windows 98, 2000, XP und 7 (Home Premium und Professional) 64 Bit erfolgreich getestet.
Sollte das mitgelieferte Kabel zu kurz sein, lässt es sich mit handelsüblichen Kabeln (9-polig, 1:1) leicht verlängern. Im Normalfall sollten 10m bis 15m auch kein Problem sein.

USB zu seriell

Einen mit der Euracom zusammen getesteten Adapter von USB auf seriell biete ich auch in meinem Shop an.
Und natürlich gibt's auch dafür eine Anleitung zur Konfiguration.

Adapter von USB auf seriell

Kommunikationsprobleme über S0-Bus

Probleme über den internen Bus der Anlage kommen eher selten vor, aber...
  1. In der Schnittstellenkonfiguration des Konfigurators ist "CAPI-Int. S0" auszuwählen. Eine Rufnummer darf nicht eingetragen sein (ist nur für Fernwartung).
  2. Stellen Sie sicher, dass auf Ihrem Rechner eine CAPI installiert ist (gerade XP kommt hier häufig mit dem bei uns unüblichen NDIS WAN-Treiber. Damit geht es nicht!)
  3. Hilft alles nichts, dann starten Sie auch den PC neu (neu booten).
  4. Stellen Sie sicher, dass Sie eine Version des Konfigurators verwenden der zur Version der Anlage paßt. Sie können keine Anlage mit der Version 1.11 mit dem Konfigurator für die Version 4D02 ansprechen.
NEW: Noch ein Tipp, falls am Notebook die serielle Schnittstelle fehlt: Hier geht auch gut eine PCMCIA-Karte von AVM, die sehr preisgünstig zu haben sind (auch gebraucht!). Gesuchter sind da schon die ISDN-"Schachteln", die man per USB an jeden Rechner anschließen kann. Und die von AVM gehen sogar ohne besondere Treiber unter Windows 7!

Zur Konfiguration der Versionen nach 1.xx sehen Sie bitte in den Kapiteln zu 2.xx, 3.xx, 4.xx bzw. 5.xx nach. Unter diesen Seiten finden Sie weitere spezifische Informationen zu diesem Thema.


3. Fernwartung

Für die Fernwartung ist ab Version 3D10 auch keine spezielle Hardware oder Fimware mehr notwendig - eigentlich nicht mal eine Euracom. Durch das entsprechende Paßwort im Konfigurator wird diese Funktion freigeschaltet. Die Verbindung zur fernen Euracom kann dann über eine ISDN-Karte und die CAPI 2.0 hergestellt werden. Aus Sicherheitsgründen natürlich nur unter Mithilfe der Gegenstelle.

Wie so eine Fernwartung abläuft ist im Nachfolgenden zusammengestellt:

Ablauf der Fernwartung mit Version ab 3D10
Schritt Fernwarter am PC zu wartende Anlage
1 Konfigurator mit dem Paßwort "Viel Erfolg" starten. -
2 Menü: Optionen - Com-Port - CAPI-extern anklicken, MSN eingeben über die der PC für die Fernwartung erreichbar ist.
Entweder zweistellige interne Rufnummer (z.B. 95) oder die "normale" MSN (z.B. 012345678) wenn der PC direkt am NTBA hängt
-
3 Menü Service Freigabekennwort setzen: z.B: 1234 eingeben (immer vierstellig); jetzt wartet der PC auf Anrufe. -
4 - An einem masterberechtigten Telefon #*990 + Freigabekennwort (vierstellig) + Rufnummer des PC zur Fernwartung eingeben. In unserem Beispiel also: #*990 1234 08024999273. Damit baut die Anlage eine Verbindung zum Teilnehmer 08024999273 auf.
5 Der PC nimmt den Ruf entgegen, es kann jetzt eine Konfiguration ausgelesen oder geschrieben werden. Während der Fernwartung hört man im Hörer einen Sonderton.
6 Nach Beendigung der Konfiguration im Menue Service mit "Wartung beenden" die Verbindung abbauen! Auflegen
Noch ein Hinweis: Der PC sollte hier in der Dienstekennung als "multifunktionales Endgerät" aufteten und nicht als "Modem" oder "Fax".
Das ist auch für die Gegenseite der Fall. Hier meldet sich die Euracom als "Modem". Und das ist der Haken. Diese Dienstekennung wird bei VoIP-Anschlüssen nicht durchgereicht. Damit nimmt die Gegenstelle (Fernwarter) den Ruf nicht an und eine Fernwartung ist nicht möglich.

4. Fragen zur Konfiguration über Mac

Ein Konfigurationsprogramm für den Mac gibt es ja (noch) nicht. Kann man sich anders helfen?

Zur Konfiguration via Mac (SoftWindows) läßt sich folgendes sagen:

Stecker(belegung) am Mac:

Mini-DIN-8 vom Mac

und die Verbindung zum 9-poligen Stecker der Anlage:

Mac zu DB9 Stecker

Falls nach der Hardware-Verbindung und dem Starten des Ackermann Konfigurations-Programmes die Anlage nicht antwortet den Netzstecker der Euracom für einige Sekunden ziehen. Bei mir war das regelmäßig erforderlich und hat immer auf Anhieb geholfen.

5. Einrichten der Vernetzung

Falls die von einer Euracom-Anlage angebotenen Anschlussmöglichkeiten nicht ausreichen, lassen sich, unter bestimmten Bedingungen, zwei Anlagen vernetzen. Details dazu stehen recht ausführlich in den Handbüchern. Hier kurz zusammengefasst, was für die Grundeinrichtung der Vernetzung an Telefonbefehlen notwendig ist:

Master-Anlage Slave-Anlage
Werkseinstellung #*0000#
Reset #*9999#
Vernetzte Anlagen #*0044#
Master/Slave festlegen #*0030# #*0031#
Protokoll festlegen #*005n2# #*005m2#
Port für Vernetzung #*006n4# #*006m3#
Reset #*9999#
Anlagen einrichten Konfiguration von PC in Anlagen übertragen
Reset #*9999#
Anlagen einrichten Konfiguration nochmals übertragen
Überprüfung Test der Konfiguration

n, m = S0-Port, verwendet für die Vernetzung (1..4)

Bitte beachten Sie bei der Vernetzung unbedingt:

  1. Grundsätzlich müssen beide Anlagen die gleiche Firmware-Version haben
  2. Die spezielle Verkabelung zwischen den Anlagen
  3. Die Jumper-Stellungen in der Anlage und deren S0-Module
  4. Die Version der Firmware sollte die Vernetzung komplett unterstützen (im Zweifelsfall bitte anfragen)